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Asphaltparty


Da waren wir dann…

…in Bern.

Ist irgendwie ein bisschen Roadtripzeit. Auto schnappen, einsteigen, losfahren, ankommen, anhalten, da sein.
Mit Bildern aus München – die Tonspur dazu gab’s von Serial G – Master of Crunk. Ganz wunderbare Platte, wenn’s drum geht, bei 8 Stunden Autobahnfahrt nicht in ein Wachkoma zu fallen. Hat starke Sehnsucht nach den Baggys von 2000 geweckt, ein bisschen typisch für Schweizbesuche – die werden bei Gelegenheit vom Speicher geholt, ein bisschen zerschnitten und stolz durch die Stadt gefeiert. Man muss zu seinen Szenewurzeln stehen. Oh ja.

Davon abgesehen lassen 20 Stunden Fahrt nicht sonderlich viel Raum für Spannendes – Runde Schwimmen im Chiemsee, raus, frieren, weiter. Selbes nochmal am Bodensee. Verwunderung über Ortsnamen – wir haben die Strecke kurzerhand in “Hobbitlanden” umbenannt, passt besser.

Von Bern selbst hätte ich gern ein bisschen mehr gesehen – bin leider WLan-halber direkt in den nächsten Amerika-Kaffeeladen geflüchtet. Was allerdings viel charmanter aussah: das “Coffee Juluca” am Waisenhausplatz in der Innenstadt. Trotzdem, die Terrasse gegenüber bietet eine nette Sicht auf die umliegenden Dächer, und wahrscheinlich ist die ganze Gegend von da oben betrachtet richtig schick und niedlich. Generell erinnert alles hier an eine aufgehübschte Filmkulisse von 1975. Überschmückt und für wiengeprägte Augen dann doch irgendwie schmucklos. Nachts eindeutig farbenprächtiger – Erdtöne lassen sich so wunderbar beleuchten. Ruhig, bodenständig und ziemlich weit weg von aktuellen Hypes – das kann man mögen, oder nicht.
Die Architektur besticht schweizübergreifend ja durch liebevolle Detailarbeit, hübsche Dächer und ganz viel von allem – selbst der Plattenbau sieht ein bisschen anders aus als sonstwo. Wo geht wird mit Markisen, Rollos, Balkönchen, Gibelchen, Gitterchen, Fensterläden, Türchen, Angeln, Rahmen, Schwellen, Treppchen und Blumenkistchen aufgehübscht . Auf die ganz typische, mir irgendwie unendlich unheimliche, aber doch sympathische Art. Vermute starken Zusammenhang oder Parallelen zur Sprache – hier wird gerne verziert.
Umso beachtlicher der modische Minimalismus – Packen für eine Schweizreise ist einfach, sogar für mich. Übliches hysterisches Auseinandernehmen des halben Kleiderschranks weicht meditativem, fokuslosem Starren, resultierend darin, 5 Minuten vor Abfahrt eine kreative Mischung aus Unterwäsche, T-Shirts und Socken in die Tasche zu stopfen, mit der schönen Sicherheit, dass es dann doch irgendwie egal ist und T, Jeans und Sneaker sowieso immer gehen.

Zum Schluss noch ein Swisscom-Value Card-Survival Tip: Ja, die Codes gelten wirklich nur für bestimmte Standorte und die Loginprozedur ist ein bisschen nervenaufreibend. Findet man sich in einer Schleife aus “weiter” und einem sich öffnenden und wieder schließenden Popups, breche man einfach mal ab und versuche erneut – hat bisher immer geholfen und spart dem ein oder anderen vielleicht den ein oder anderen Stressmoment.

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3 Kommentare

  • Dorian

    1

    Der Facebook Gefaellt mir Button wuerde sich gut auf der Seite machen, oder ist er mir entgangen?

  • esa

    2

    Alles da - zweite Zeile unter der Headline. (:

  • MRN

    3

    Danke für den lieben Kommi ;)

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